Das Wichtigste auf einen Blick
- Basisschutz: Gesetzliche Krankenversicherer decken Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Medikamente und weitere medizinische Leistungen ab.
- Beitrag nach Einkommen: der Beitrag wird prozentual am Einkommen festgemacht (14,6 % + unter Umständen ein Zusatzbeitragssatz).
- Familie mitversichert: Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen sind beitragsfrei in der Versicherung des Hauptversicherten eingeschlossen.
- Feine Unterschiede: Basisleistungen sind nahezu gleich, aber Zusatzleistungen, Vorsorgeprogramme und Zusatzpakete unterscheiden sich.
- Wechsel möglich: nach 12 Monaten Bindungsfrist mit zwei Monaten Kündigungsfrist zu einem anderen Krankenversicherer.
Was ist eine gesetzliche Krankenversicherung?

- Gesetzliche Krankenversicherer bieten somit einen Basisschutz für Versicherte, welcher in der Regel Leistungen wie Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Medikamente und andere medizinische Leistungen umfasst.
- Allerdings gibt es auch einige Leistungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckt werden.
- Gesetzliche Krankenversicherungen werden von verschiedenen Krankenkassen angeboten.
- Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen sind beitragsfrei in der Versicherung des Hauptversicherten eingeschlossen.
- Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung wird prozentual am Einkommen festgemacht (14,6 % + unter Umständen ein Zusatzbeitragssatz).
Gesetzliche Krankenversicherer
Die Auswahl des passenden Krankenversicherers
Gesetzliche Krankenversicherer basieren immer auf einem Solidarsystem. Somit unterscheiden sich die unterschiedlichen Krankenversicherer nicht bei der monatlichen Versicherungsprämie, denn bei allen zahlen Sie den gleichen Prozentsatz Ihres Einkommens.
Die Basisleistungen sind annähernd bei allen gesetzlichen Krankenversicherern gleich, allerdings gibt es feine Unterschiede, die ein Angebot einer gesetzlichen Krankenkasse interessanter machen können. Unterschiede können sein: Zusatzleistungen, Vorsorgeprogramme, günstige Zusatzpakete…
Die Versicherungsprämie
Der Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung richtet sich ausschließlich nach dem Einkommen der Versicherten. Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen sind beitragsfrei in der Versicherung des Hauptversicherten eingeschlossen. Studenten, Selbstständige und andere freiwillig Versicherte mit geringem Einkommen müssen jedoch einen Mindestbeitrag zahlen.
Die Vorteile im Vergleich zu privaten Krankenversicherern
- Basisschutz für viele Versicherungsfälle
- Günstiger für ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen oder aktuellen Krankheitsfällen als private Krankenversicherungen
- Durch Zusatzversicherungen lässt sich der Versicherungsschutz erweitern
Die Nachteile im Vergleich zu privaten Krankenversicherern
- Meist weniger Versicherungsleistungen als bei privaten Krankenversicherungen
- Versicherungsbeitrag abhängig vom Einkommen
- Meist teurer für Jüngere als eine private Krankenversicherung
Welche Krankenversicherung passt zu mir
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Welcher gesetzlicher Krankenversicherer passt zu Ihnen?
Um den passenden gesetzlichen Krankenversicherer und Tarif zu finden, sollten Sie sich im Vorfeld über wichtige Fragen zum gewünschten Versicherungsschutz Gedanken machen.
Fragen zum Versicherungsschutz und möglichen Zusatzpaketen
- Benötige ich von den Leistungen einen Grund- oder Komfortschutz?
- Ist für mich eine Beitragsrückerstattungen für nicht in Anspruch genommene Leistungen wichtig?
- Sollen Heilpraktikerleistungen im Tarif inkludiert sein?
- Ist Ihnen eine Sonderklasse im Krankenhaus wichtig?
- Möchten Sie Ihren Arzt frei wählen können?
- Sind Ihnen Zahnleistungen wichtig?
- Ist eine Selbstbeteiligung bei verschiedenen Versicherungsfällen denkbar?
Allgemeine Fragen die beim Vergleichen wichtig sind:
- Welchen Einfluss nehmen mein aktueller Gesundheitszustand und mein Alter auf die Versicherungsprämie (je älter und je schlechter der Gesundheitszustand desto teurer der Abschluss oder Wechsel bei den Zusatzpaketen)?
- Welchen Betrag bin ich bereit monatlich auszugeben?
- Welchen Einfluss haben welche Leistungen konkret auf den Monatsbeitrag und wo bin ich bereit Kompromisse einzugehen?
- Kann ich mir vorstellen, ein Leben lang beim gleichen Versicherungsunternehmen zu bleiben?
Bester gesetzlicher Krankenversicherer in Deutschland
Es gibt unzählige Versicherungstests, die die Krankenversicherer aufgrund ihrer Leistungen und Tarife bewerten. „Den Besten gesetzlichen Krankenversicherer“ gibt es so nicht, denn je nach individueller Situation kann sich der ein oder andere Anbieter besser eignen.
Anbei finden Sie eine Liste der 20 größten gesetzlichen Krankenversicherer in Deutschland (gemessen an der Anzahl der Versicherten, Stand 01.04.2026).
| 1 | Techniker Krankenkasse (TK) | 12,38 Mio. |
| 2 | BARMER | 8,20 Mio. |
| 3 | DAK-Gesundheit | 5,38 Mio. |
| 4 | AOK Baden-Württemberg | 4,60 Mio. |
| 5 | AOK Bayern | 4,59 Mio. |
| 6 | AOK PLUS | 3,47 Mio. |
| 7 | AOK Niedersachsen | 3,09 Mio. |
| 8 | AOK Rheinland/Hamburg | 2,98 Mio. |
| 9 | AOK NordWest | 2,96 Mio. |
| 10 | IKK classic | 2,86 Mio. |
| 11 | AOK Hessen | 1,73 Mio. |
| 12 | AOK Nordost | 1,57 Mio. |
| 13 | KKH Kaufmännische Krankenkasse | 1,46 Mio. |
| 14 | AOK Rheinland-Pfalz/Saarland | 1,25 Mio. |
| 15 | KNAPPSCHAFT | 1,14 Mio. |
| 16 | BKK firmus | 1,11 Mio. |
| 17 | SBK (Siemens-Betriebskrankenkasse) | 1,09 Mio. |
| 18 | hkk Krankenkasse | 1,01 Mio. |
| 19 | AOK Sachsen-Anhalt | 0,85 Mio. |
| 20 | Mobil Krankenkasse | 0,84 Mio. |
Wechsel der Krankenversicherungs-Form bzw. des Krankenversicherers
Es kann sinnvoll sein, das Krankenversicherungssystem, den Krankenversicherer oder den Tarif innerhalb des gleichen Krankenversicherers zu wechseln. Es ist jedoch wichtig, dass Sie die Risiken, die ein solcher Wechsel mit sich bringen kann, abwägen und sich am besten dazu von Experten beraten lassen.
Wechsel von einem gesetzlichen Krankenversicherer zu einem anderen gesetzlichen Krankenversicherer

In Deutschland kann jede gesetzlich versicherte Person zu einer anderen Krankenversicherung wechseln, solange diese für das Bundesland geöffnet ist, in dem man wohnt oder arbeitet. Angestellte können auch Mitglied einer Krankenversicherung werden, die für das Bundesland geöffnet ist, in dem sich der Firmensitz ihres Arbeitgebers befindet. Es gibt auch eine Bindungsfrist von 12 Monaten, nach der man seine Krankenversicherung jederzeit mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten kündigen kann. Die neue Krankenversicherung übernimmt die Übermittlung der Kündigung an die alte Krankenversicherung und man kann zum Monatsende zur neuen Krankenversicherung wechseln.
Wechsel von gesetzlicher Krankenversicherung zu privater Krankenversicherung

Damit Sie einen Wechsel von einem gesetzlichen zu einem privaten Krankenversicherer vollziehen können, müssen Sie entweder in einem Arbeitsverhältnis als Beamter, als Selbstständige oder Studenten oder als Angestellter mit einem Jahresgehalt von über 77.400 Euro brutto (Stand 2023) arbeiten. Ein Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur privaten Krankenversicherung (PKV) sollte sorgfältig geplant werden, da ein überstürzter Wechsel möglicherweise langfristig negative Folgen haben könnte. Ein gut durchdachter Wechsel in die PKV hingegen kann viele Vorteile mit sich bringen. Es ist wichtig, frühzeitig über die PKV-Beiträge im Alter nachzudenken und einen Teil der Ersparnisse von heute in die Entlastung der Beiträge von morgen zu investieren. Angestellte können in diesem Zusammenhang ihren Arbeitgeber einbeziehen, da dieser auch einen Beitragsentlastungstarif für das Alter zur Hälfte finanziert. Der eigene Anteil ist darüber hinaus steuerlich begünstigt und im Alter profitiert der Versicherte allein von PKV-Beiträgen, die deutlich niedriger sind als die der GKV. Viele Menschen sind sich dieser Vorteile jedoch oft nicht bewusst und lassen sie daher ungenutzt.
Wechsel von privater Krankenversicherung zu gesetzlicher Krankenversicherung

Eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Der Gesetzgeber hat hohe Anforderungen festgelegt, um sicherzustellen, dass gutverdienende Personen, die gesund sind, nicht in jungen Jahren eine private Krankenversicherung wählen und dann im Alter in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln, um Kosten zu sparen.
Wenn Sie erst kurz vor der Rente über einen Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung in Betracht ziehen, haben Sie gleich mehrere Nachteile zu beachten. Zum einen ist es ab dem Alter von 55 Jahren schwierig, in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren. Wenn Sie erst in der zweiten Hälfte Ihres Erwerbslebens den Wechsel vornehmen, können Sie nach Beendigung Ihrer beruflichen Tätigkeit in der Regel nicht in die Krankenversicherung der Rentner eintreten und müssen sich stattdessen freiwillig versichern. Dadurch müssen Sie im Alter höhere Beiträge für die Krankenversicherung zahlen.
Tipp der Redaktion: Wägen Sie die Risiken eines Wechsels gut ab und lassen Sie sich am besten von Experten beraten, bevor Sie das Krankenversicherungssystem, den Krankenversicherer oder den Tarif wechseln.
Mehr Leistungen trotz gesetzlicher Krankenversicherung?
Wer zusätzlich auf einen erweiterten Leistungsumfang nicht verzichten möchte, sollte eine Krankenzusatzversicherung abschließen.
Krankenzusatzversicherungen sind private Versicherungen, die zusätzliche Leistungen zur gesetzlichen Krankenversicherung anbieten. Diese können beispielsweise bessere Leistungen im Krankenhaus, alternative Heilmethoden, Zahnersatz oder höhere Leistungen bei Heil- und Pflegebedürftigkeit umfassen. Die Kosten für eine Krankenzusatzversicherung müssen vom Versicherten selbst getragen werden.

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Häufige Fragen
Was leistet eine gesetzliche Krankenversicherung?
Die gesetzliche Krankenversicherung bietet einen Basisschutz, der in der Regel Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Medikamente und andere medizinische Leistungen umfasst. Einige Leistungen werden jedoch nicht abgedeckt. Sie basiert auf einem Solidarsystem und wird von verschiedenen Krankenkassen angeboten, deren Basisleistungen annähernd gleich sind.
Wie hoch ist der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung?
Der Beitrag richtet sich ausschließlich nach dem Einkommen und beträgt 14,6 Prozent, gegebenenfalls zuzüglich eines Zusatzbeitragssatzes. Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen sind beitragsfrei in der Versicherung des Hauptversicherten eingeschlossen. Studenten, Selbstständige und andere freiwillig Versicherte mit geringem Einkommen müssen einen Mindestbeitrag zahlen.
Kann ich meine gesetzliche Krankenkasse wechseln?
Ja. Jede gesetzlich versicherte Person kann zu einer anderen Krankenkasse wechseln, solange diese für das eigene Bundesland geöffnet ist. Es gilt eine Bindungsfrist von 12 Monaten, danach ist eine Kündigung jederzeit mit zwei Monaten Frist möglich. Die neue Kasse übernimmt die Übermittlung der Kündigung, der Wechsel erfolgt zum Monatsende.
Welche Vor- und Nachteile hat die gesetzliche Krankenversicherung?
Vorteile sind der Basisschutz für viele Versicherungsfälle, günstigere Beiträge für ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen sowie die Möglichkeit, den Schutz durch Zusatzversicherungen zu erweitern. Nachteilig sind meist weniger Leistungen als bei privaten Versicherern, die Abhängigkeit des Beitrags vom Einkommen und höhere Kosten für jüngere Versicherte.
Kann ich trotz gesetzlicher Krankenversicherung mehr Leistungen erhalten?
Ja, wer einen erweiterten Leistungsumfang wünscht, kann eine private Krankenzusatzversicherung abschließen. Diese bietet zusätzliche Leistungen wie bessere Versorgung im Krankenhaus, alternative Heilmethoden, Zahnersatz oder höhere Leistungen bei Heil- und Pflegebedürftigkeit. Die Kosten für eine Zusatzversicherung tragen die Versicherten selbst.
