Das Wichtigste auf einen Blick
- Wenn Sie eine Immobilie über eine Bank finanzieren möchten, dann fordert die Bank, dass Sie einen bestimmten Teil der Kosten selbst decken können.
- Dieser Anteil wird Eigenkapital oder auch Eigenmittel genannt.
- Das Eigenkapital umfasst Ihre Ersparnisse und Ihre Vermögenswerte, welche Sie in einen Immobilienbau oder -kauf investieren.
- Grundsätzlich gilt: Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto besser sind Ihre Kreditkonditionen.
- Konkrete Höhe & Beispiele: In Deutschland fordern Banken meist rund 20 % der Finanzierungssumme als Eigenkapital, z. B. aus Ersparnissen, Bausparguthaben oder Wertpapieren.
Was zählt zum Eigenkapital?
Zum Eigenkapital zählen in Deutschland die Vermögenswerte, die Sie in die Finanzierung mit einbringen. Beispiele:
- Ersparnisse auf Konten
- Barvermögen
- Bausparguthaben
- Lebensversicherungen
- Aktien, Investmentfonds, Wertpapiere
- Bereits bezahlte Baugrundstücke oder Immobilien
- Eigenleistungen (=Muskelhypothek)

Wie viel Eigenkapital benötigen Sie in Deutschland?
Die genaue Höhe des benötigen Eigenkapitals bei einer Finanzierung wird Ihnen von Ihrer Bank vorgegeben.
In der Regel benötigen 20% der Finanzierungssumme an Eigenkapital.
Wenn Sie eine sehr gute Bonität besitzen, können je nach Bank auch z.B. 10% an Eigenkapital ausreichend sein.
20% von was?
Das Eigenkapital wird von der gesamten Finanzierungssumme berechnet.
Die Finanzierungssumme umfasst nicht nur die Bau- oder Kaufkosten Ihrer Immobilie, sondern auch alle anfallenden Nebenkosten wie Bearbeitungsgebühren der Bank, Kosten der Besicherung, Steuern und Abgaben…
Alternative Vollfinanzierung
In bestimmten Fällen (bei ausgezeichneter Bonität und hohem, kontinuierlichem Einkommen) gewähren auch Banken sogenannte Vollfinanzierungen.
Bei einer Vollfinanzierung ist auch eine Finanzierung ohne Eigenkapital möglich.
Wie Sie Ihr benötigtes Eigenkapital berechnen
Zur Berechnung Ihres benötigten Eigenkapitals müssen Sie als erstes die Finanzierungssumme ermitteln.
Die Finanzierungssumme ergibt sich aus den Bau- oder Kaufkosten sowie allen anfallenden Nebenkosten.
Beispiel:
Sie möchten eine Wohnung für 320.000 € kaufen. Die Nebenkosten beim Kauf und der Finanzierung erhöhen den Kaufpreis um 12%.
320.000 € Kaufpreis
+ 38.400 € Nebenkosten (12%)
= 358.400 € Finanzierungssumme
Wir gehen davon aus, dass die Bank 20% Eigenkapital der Finanzierungssumme von Ihnen fordert.
358.400 * 20% = 71.680 €
Somit benötigen Sie für die Finanzierung Ihrer Wohnung Eigenkapital in der Höhe von mind. 71.680 €.

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Häufige Fragen
Was zaehlt alles als Eigenkapital bei einer Immobilienfinanzierung?
Zum Eigenkapital zaehlen alle eigenen Vermoegenswerte, die Sie in die Finanzierung einbringen. Dazu gehoeren Ersparnisse und Barvermoegen, Bausparguthaben, Lebensversicherungen sowie Aktien, Fonds und Wertpapiere. Auch bereits bezahlte Grundstuecke und Eigenleistungen am Bau, die sogenannte Muskelhypothek, koennen angerechnet werden.
Wie viel Eigenkapital brauche ich fuer eine Immobilienfinanzierung?
Als Richtwert gilt in Deutschland ein Eigenkapitalanteil von etwa 20 Prozent der Finanzierungssumme. Die genaue Hoehe legt die jeweilige Bank fest und haengt stark von Ihrer Bonitaet ab. Bei sehr guter Bonitaet koennen je nach Bank auch geringere Anteile ausreichen.
Worauf bezieht sich der Eigenkapital-Anteil von 20 Prozent?
Der Eigenkapitalanteil wird auf die gesamte Finanzierungssumme berechnet, nicht nur auf den reinen Kauf- oder Baupreis. Die Finanzierungssumme umfasst zusaetzlich alle Nebenkosten wie Bearbeitungsgebuehren, Kosten der Besicherung sowie Steuern und Abgaben. Erst aus dieser Gesamtsumme ergibt sich das erforderliche Eigenkapital.
Ist eine Immobilienfinanzierung auch ohne Eigenkapital moeglich?
Ja, in bestimmten Faellen bieten Banken eine sogenannte Vollfinanzierung an, bei der kein Eigenkapital eingebracht werden muss. Voraussetzung ist in der Regel eine ausgezeichnete Bonitaet und ein hohes, sicheres Einkommen. Da das Risiko fuer die Bank hoeher ist, sind die Konditionen meist strenger.






