Als EU-Bürger können Sie in Kroatien ohne spezielle Genehmigung Immobilien kaufen, ausgenommen land- und forstwirtschaftliche Flächen, Wälder oder Naturschutzgebiete. Finanzieren lässt sich über eine deutsche oder kroatische Bank, wobei nur die kroatische Bank hypothekarisch besichern kann. Kredite werden in Kroatien meist als Volltilger abgeschlossen. Empfohlen werden mindestens 50 Prozent Eigenkapital und rund 10 bis 12 Prozent Nebenkosten.
Der Unterschied zwischen einer Krankenversicherung und einer Unfallversicherung ist vielen auf den ersten Blick nicht ganz klar.
In diesem Beitrag erfahren Sie, worin genau sich die beiden Versicherungen unterscheiden.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Grundsätzlich handelt es sich bei einer Krankenversicherung und einer Unfallversicherung um zwei ziemlich unterschiedliche Absicherungen.
- Beide Versicherungen inkludieren zwar unter anderem die Kostenübernahme bei Krankenhausaufenthalten, für Medikamente und für Rehabilitation, jedoch gibt es einen wesentlichen Unterschied.
- Die Krankenversicherung sichert Sie im Falle von Krankheiten bzw. zur Vorsorge von Krankheiten ab.
- Die Unfallversicherung sichert Sie im Falle von Arbeitsunfällen und/oder Freizeitunfällen ab.
- Bei beiden Versicherungen wird zwischen gesetzlicher und privater Absicherung unterschieden.
Unterschied Krankenversicherung / Unfallversicherung
Die Krankenversicherung
Die Krankenversicherung sichert Sie bei Krankheitsfällen ab.
Der Leistungsumfang beinhaltet unter anderem:
- Medikamente
- Untersuchungen (z.B. Kontrolluntersuchungen, Gesundenuntersuchung)
- Krankengeld, Wochengeld
- Spitalbehandlungen & Operationen
- Krankentransporte
- Zahnbehandlungen und Zahnersatz
- Rehabilitation (z.B. Reha-Aufenthalte)
Die Kosten:
- Die Prämie für eine gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland ist einkommensabhängig (allgemeiner Beitragssatz 14,6 % zzgl. kassenindividuellem Zusatzbeitrag).
- Die Prämie für eine private Krankenversicherung in Deutschland richtet sich nach der Berufsgruppe und dem Leistungsumfang.
*Die genaue Höhe kann sich je nach Versicherung, Tarif & Umfang unterscheiden. Angaben für dieses Angebot: Männlich, 33 Jahre, keine Zusatzleistungen
Die Unfallversicherung
Die gesetzliche Unfallversicherung sichert Sie bei Arbeitsunfällen ab, während die private Unfalversicherung bei Freizeitunfällen zum Einsatz kommt.
Der Leistungsumfang beinhaltet unter anderem:
- Krankengeld, Wochengeld
- Spitalbehandlungen & Operationen
- Bergungs- und Rettungskosten
- Leistung im Todesfall
- Rehabilitation (z.B. Reha-Aufenthalte)
- Entschädigung bei Verletzungen
- Rentenzahlung bei anhaltenden Unfallschäden
Die Kosten:
- Die Prämie für eine private Unfallversicherung in Deutschland hängt von Alter, Beruf und gewünschter Versicherungssumme ab.
-> Mehr über Unfallversicherungen in Deutschland erfahren.
*Die genaue Höhe kann sich je nach Versicherung, Tarif & Umfang unterscheiden. Angaben für dieses Angebot: Männlich, 33 Jahre; Leistungsumfang: 5.000€ im Todesfall, max. 225.000€ bei Invalidität, mit Unfall-Krankentaggeld ab 8 Tagen, keine Unfall-Rente, mit Leistung bei Knochenbruch.
Die Krankenversicherung
Mit einer Krankenversicherung sichern Sie sich bei Krankheiten und Behandlungen finanziell ab. Grundsätzlich wird dabei zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung unterschieden. Was genau die Unterschiede sind, erfahren Sie in unserem Beitrag „Krankenversicherer in Deutschland“.
Die Leistung der Krankenversicherung
Die genaue Abdeckung der Krankenversicherung hängt von der Versicherung und dem Tarif ab.
Die gesetzliche Krankenversicherung ist eingeschränkter im Leistungsumfang als die private Krankenversicherung.
Grundsätzlich sind bei beiden Varianten die Kosten für Krankenhausaufenthalte, ärztliche Behandlungen, Medikamente und einige weitere Gesundheitsleistungen abgedeckt.
Die Unfallversicherung
Mit einer Unfallversicherung sichern Sie sich bei Unfällen und deren Folgen finanziell ab.
Bei der Unfallversicherung gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen der gesetzlichen und der privaten Versicherung. Die gesetzliche Unfallversicherung deckt nur Unfälle in Zusammenhang mit Ihrer Arbeit ab, während die private Unfallversicherung Freizeitunfälle absichert.
Die Leistung der Unfallversicherung
Je nachdem, ob es sich um eine gesetzliche oder private Unfallversicherung und je nach Tarif kann sich der Leistungsumfang unterscheiden.
In der Regel sind unter anderem die Kosten für Krankenhausaufenthalte, Rehabilitationen, medizinische Behandlungen, Transporte und Einkommensverluste nach einem Unfall abgedeckt.
Welche Versicherung benötigen Sie?
Gesetzlich müssen Sie in Deutschland bereits krankenversichert und über Ihren Arbeitsgeber unfallversichert sein. Daher stellt sich eher die Frage: Lohnt sich für mich eine private Kranken- oder Unfallversicherung?
Private Krankenversicherung
Eine private Krankenversicherung kann sich für Sie lohnen, wenn Ihnen die gesetzliche Krankenversicherung zu wenige Leistungen abdeckt. Privat krankenversichern dürfen sich aber nur Beamte, Selbstständige oder Studenten sowie Angestellte, deren Gehalt 2023 über 77.400 Euro brutto jährlich liegt.
Wenn Sie nicht zu einer privaten Krankenversicherung wechseln können, dann kann sich jedoch der Wechsel des gesetzlichen Krankenversicherers für Sie lohnen. Denn auch wenn die Basisleistungen immer gleich sind, bieten viele Versicherungen Zusatzleistungen, Vorsorgeprogramme oder Zusatzpakete an. Mehr über die gesetzliche Krankenversicherung erfahren Sie in folgendem Beitrag:
-> https://finanz-land.de/versicherung/krankenversicherer/gesetzlich/
Private Unfallversicherung
Grundsätzlich ist eine private Unfallversicherung immer empfehlenswert. Denn die meisten Unfälle passieren nicht bei der Arbeit, sondern zu Hause oder in der Freizeit, wenn Sie beispielsweise Ihren Hobbys nachgehen.
Mit einer privaten Unfallversicherung müssen Sie sich keine Sorgen um die Kosten für eine Bergung, Operation, Rehabilitation oder einen langen Krankenhausaufenthalt machen.
Auch im Todesfall oder bei einer Arbeitsunfähigkeit nach einem Unfall werden Sie bzw. Ihre Hinterbliebenen finanziell unterstützt.
Häufige Fragen
Können Deutsche eine Immobilie in Kroatien kaufen?
Als EU-Bürger können Sie in Kroatien ohne spezielle Genehmigung Immobilien kaufen, solange es sich nicht um land- und forstwirtschaftliche Flächen, Wälder oder Naturschutzgebiete handelt. Der Ablauf ähnelt dem in Deutschland. Der Kauf erfolgt nach kroatischem Recht und erfordert eine kroatische Steuernummer (OIB), die beim kroatischen Finanzamt beantragt wird.
Über welche Bank kann ich eine kroatische Immobilie finanzieren?
Sie haben die Wahl zwischen einer deutschen und einer kroatischen Bank. Eine deutsche Bank bietet vertraute Abläufe und keine Sprachbarriere, kann sich aber nicht ins kroatische Grundbuch eintragen lassen, weshalb andere Sicherheiten nötig sind. Eine kroatische Bank kann eine Hypothek im Grundbuch eintragen und das Risiko besser beurteilen, erfordert aber meist Reise und Sprachkenntnisse.
Was bedeutet Volltilger in Kroatien?
Anders als in Deutschland ist das Konzept von Krediten mit Restschuld in Kroatien unüblich. Stattdessen werden Kredite dort in der Regel als Volltilger abgeschlossen. Dabei wird die monatliche Rate so berechnet, dass die gesamte Kreditsumme am Ende der Laufzeit vollständig zurückgezahlt ist und keine Anschlussfinanzierung erforderlich ist.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Immobilie in Kroatien?
Oft wird gesagt, dass mindestens 30 Prozent der Finanzierungssumme als Eigenkapital vorhanden sein sollten. Die Redaktion empfiehlt jedoch, mindestens 50 Prozent der Finanzierungssumme als Eigenkapital vorweisen zu können. Zudem werden eine ausgezeichnete Bonität und die geforderten Sicherheiten vorausgesetzt, wobei negative SCHUFA-Einträge auch bei einer kroatischen Bank wirken.
Mit welchen Nebenkosten muss ich in Kroatien rechnen?
Als Faustformel sollten Sie rund 10 bis 12 Prozent des Kaufpreises an Nebenkosten einplanen. Dazu zählen etwa 3 Prozent Grunderwerbsteuer, Gebühren für die Grundbucheintragung, Notargebühren, bis zu 2 Prozent Anwaltskosten, etwa 3,75 Prozent Maklerprovision, Kosten für einen Übersetzer sowie bei Zweitwohnsitz eine jährliche Grundsteuer von rund 1,50 Euro pro Quadratmeter.