Rendity wird abgewickelt. Die Plattform hat das Neugeschäft im April 2024 beendet, im Februar 2026 wurden die Anlegerinnen und Anleger über die endgültige Abwicklung informiert. Die Website bleibt bis mindestens 31. Mai 2026 erreichbar, damit laufende Investments abgewickelt werden können. Neue Investments sind nicht mehr möglich. Dieser Beitrag ist ein Rückblick.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Plattform eingestellt: Rendity beendete das Neugeschäft im April 2024, seit Februar 2026 läuft die endgültige Abwicklung.
- Erreichbar bis mindestens 31. Mai 2026, damit laufende Investments abgewickelt werden können.
- Rund 37.000 Anleger hatten über 157 Mio. € in mehr als 220 Immobilienprojekte investiert.
- Für Anleger entscheidend: Rendity war nicht Vertragspartner der Nachrangdarlehen. Rückzahlung und Zinsen hängen an der jeweiligen Projektgesellschaft, mehrere davon sind insolvent geworden.
- Bewertungen heute: Google 3,0/5 (263 Rezensionen), Trustpilot 1,4/5 (263 Bewertungen), Stand Juli 2026.
Rendity nimmt kein neues Geld mehr an. Dieser Beitrag ist ein Rückblick: was die Plattform war, warum sie eingestellt wurde, was das für bestehende Investments bedeutet und welche Alternativen es heute für Immobilieninvestments gibt.
Was war Rendity?
Bei Rendity handelte es sich um eine Investment-Plattform, die Investitionen in Immobilienprojekte unter anderem in Deutschland ermöglichte.
Rendity machte Investitionen auch mit kleinen Beträgen möglich, da Projekte via Crowdinvesting finanziert wurden.
Beim Crowdinvesting werden die Investitionen von (meist) kleineren Investoren zusammengefasst, sodass auch größere Finanzierungen erfolgen können.
Investitionen waren bei Rendity bereits ab 100 € möglich. Die Plattform richtete sich an erfahrene Investoren ebenso wie an Neueinsteiger.
Womit Rendity geworben hat
- Mittels A-E Rating gab Rendity das Risiko eines Investmentobjekts an.
- Die Einlagen auf dem Treuhandkonto waren bis zu 100.000 € gesichert.
- Anleger erhielten regelmäßige Updates zum Stand der Investitionsobjekte.

Erfahrungen mit Rendity
Was Nutzer positiv hervorhoben
- Regelmäßige Updates zur Projektentwicklung
- Übersichtliche Website mit klaren Angaben zu Zins- und Fälligkeitsterminen
- Investitionen auch mit kleinen Beträgen möglich
- Einfache Zahlungsabwicklung
- Nachvollziehbares Risiko-Rating, Kundenfragen werden schnell beantwortet
Was Nutzer kritisierten
- Kommunikation mit dem Kundenservice teils schwierig
- Bei Zahlungsverzögerung verspätete oder keine Informationen
- Zinszahlungen häufig in Verzug
- Zinsen teils zu niedrig für das Investitionsrisiko
- Vereinzelt Probleme bei der Verifizierung des Bankkontos


Unser Fazit zu Rendity
Rendity war eine der bekannteren Plattformen für Immobilien-Crowdinvesting im deutschsprachigen Raum. Mit den Zinsanstiegen ab 2022 gerieten zahlreiche Projekte unter Druck, mehrere Projektgesellschaften wurden insolvent, und Anleger verloren Geld. Rendity beendete das Neugeschäft im April 2024 und wickelt seit Februar 2026 endgültig ab. Für bestehende Investments gilt: Vertragspartner sind die einzelnen Projektgesellschaften, nicht Rendity. Ob und wie viel zurückfließt, hängt damit am jeweiligen Projekt.
Was Anleger jetzt tun sollten: Prüfen Sie im Rendity-Konto den Stand Ihrer laufenden Projekte und sichern Sie Vertragsunterlagen, Zeichnungsscheine und Zahlungsbelege, solange die Plattform erreichbar ist. Ansprüche richten sich gegen die jeweilige Projektgesellschaft, nicht gegen Rendity.
Wichtige Informationen für Rendity-Investoren
Kosten bei Rendity während des Betriebs
Von den Mieteinnahmen und dem Verkaufserlös werden alle anfallenden Kosten abgezogen. Dazu gehören Betriebskosten, Ausgaben für das Property- und Assetmanagement, Anwalts- und Steuerberatungskosten, Gebühren für Verkehrswertgutachten sowie Steuern und andere öffentliche Abgaben. Zudem wird eine Liquiditätsreserve für zukünftige Ausgaben und potenzielle Leerstände gebildet. Daher erhalten Sie nicht die Bruttomiete oder den vollständigen Verkaufserlös, sondern den Nettobetrag nach Abzug dieser Kosten.
Für jede Transaktion auf dem Sekundärmarkt wird eine Handelsgebühr von 1,5 % für Käufer und Verkäufer erhoben, um die Transaktionskosten der Blockchain beim Broker-Dealer abzudecken. Rendity erhält außerdem 20 % der Wertsteigerung bei einem erfolgreichen Verkauf der Immobilie. (Stand: Oktober 2024)
Auszahlung
Solange die Plattform für die Abwicklung erreichbar ist, lassen sich verfügbare Mittel im Wallet über den Button „Auszahlung“ auf das Auszahlungskonto transferieren. Ob der Rendity-Handelsplatz für den vorzeitigen Verkauf von Anteilen noch nutzbar ist, hängt vom Stand der Abwicklung ab.
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Häufige Fragen
Was war Rendity?
Rendity war eine Wiener Plattform für Immobilien-Crowdinvesting. Anlegerinnen und Anleger konnten sich ab 100 Euro an Immobilienprojekten beteiligen. Die Plattform beendete das Neugeschäft im April 2024, seit Februar 2026 läuft die endgültige Abwicklung.
Kann man bei Rendity noch investieren?
Nein. Rendity nimmt kein neues Geld mehr an. Die Website bleibt bis mindestens 31. Mai 2026 erreichbar, damit bestehende Investments abgewickelt werden können.
Was passiert mit bestehenden Investments?
Rendity war nicht Vertragspartner der Nachrangdarlehen. Die Verträge bestehen zwischen den Anlegern und den jeweiligen Emittenten beziehungsweise Projektgesellschaften. Rückzahlung und Zinsen hängen deshalb am einzelnen Projekt. Mehrere Projektgesellschaften sind insolvent geworden, Anleger haben dadurch Verluste erlitten. Insgesamt hatten rund 37.000 Anleger über 157 Millionen Euro in mehr als 220 Projekte investiert.
Wie bewerten Kunden Rendity?
Auf Google erreicht Rendity 3,0 von 5 bei 263 Rezensionen, auf Trustpilot 1,4 von 5 bei 263 Bewertungen (Stand Juli 2026). Der Google-Eintrag ist als dauerhaft geschlossen markiert. In den Rezensionen dominieren Projektverläufe, Insolvenzen, die Kommunikation und ausbleibende Zinszahlungen.
Welche Kosten fielen bei Rendity an?
Von Mieteinnahmen und Verkaufserlös wurden alle Kosten abgezogen, etwa Betriebskosten, Property- und Assetmanagement, Anwalts- und Steuerberatungskosten sowie Steuern. Ausgezahlt wurde der Nettobetrag. Auf dem Sekundärmarkt fiel eine Handelsgebühr von 1,5 Prozent für Käufer und Verkäufer an, Rendity erhielt zudem 20 Prozent der Wertsteigerung bei einem erfolgreichen Verkauf (Stand des Betriebs: Oktober 2024).





